Beschlussvorschlag
Die Stadtvertretung beschließt, den Namen „Michael Timm“ in die Vorschlagsliste für Straßenbenennungen der Landeshauptstadt Schwerin aufzunehmen.

Begründung

Mit der Aufnahme des Namens „Michael Timm“ in die Vorschlagsliste zu Straßenbenennungen soll das außergewöhnliche sportliche und gesellschaftliche Wirken eines herausragenden Schweriner Bürgers dauerhaft gewürdigt werden.

Michael Timm war einer der erfolgreichsten Boxer, die die Landeshauptstadt Schwerin hervorgebracht hat. Durch seine nationalen und internationalen sportlichen Erfolge erlangte er weit über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus Anerkennung und trug wesentlich dazu bei, Schwerin als bedeutenden Standort des Boxsports bekannt zu machen. Seine sportliche Laufbahn war geprägt von Disziplin, Leistungsbereitschaft und Fairness – Werte, die auch heute Vorbildcharakter besitzen.

Neben seinen sportlichen Erfolgen war Michael Timm eng mit Schwerin verbunden. Er wirkte über viele Jahre als Identifikationsfigur für den Sportstandort Schwerin und engagierte sich für den Nachwuchs- und Leistungssport. Sein Wirken hat zahlreiche junge Menschen motiviert, sich sportlich zu betätigen und Ziele mit Ausdauer und Engagement zu verfolgen.

Die Aufnahme in die Vorschlagsliste stellt ausdrücklich noch keine konkrete Benennung dar, sondern schafft die formale Voraussetzung für eine spätere Würdigung. Dabei wird die Benennungssatzung der Landeshauptstadt Schwerin, insbesondere § 3 Abs. 2, ausdrücklich beachtet. Danach ist eine Benennung von Straßen oder öffentlichen Einrichtungen nach Personen frühestens fünf Jahre nach deren Ableben zulässig. Diese Frist bleibt unberührt; durch die Aufnahme in die Vorschlagsliste wird lediglich eine vorausschauende und transparente Grundlage für eine spätere Entscheidung geschaffen.

Aus Sicht der Fraktion Unabhängige Bürger/FDP ist es angemessen und richtig, Persönlichkeiten wie Michael Timm, die durch herausragende Leistungen und ihre Verbundenheit mit Schwerin das Ansehen der Stadt nachhaltig geprägt haben, im öffentlichen Raum sichtbar zu ehren. Die vorgeschlagene Maßnahme trägt dazu bei, das sportliche, kulturelle und gesellschaftliche Erbe der Landeshauptstadt Schwerin zu bewahren und lebendig zu halten.

gez. Manfred Strauß (UB)

Fraktionsvorsitzender
Fraktion Unabhängige Bürger / FDP