Der Oberbürgermeister wird beauftragt, eine Taubenschutzkonzept analog zum Augsburger Modell zu entwickeln und der Stadtvertretung bis zum 31.12.2025 vorzulegen und in diesem Zusammenhang, die mögliche Verwendung von Fördermitteln zu prüfen.

Stadttauben sind Nachkommen domestizierter Tiere und auf menschliche Siedlungen angewiesen. Eine nachhaltige und tierschutzgerechte Regulierung der Population ist daher Aufgabe kommunaler Verantwortung. Das Augsburger Modell hat sich hierbei bundesweit als vorbildlich erwiesen: Durch betreute Taubenschläge, kontrollierte Fütterung und den Austausch von Eiern gegen Attrappen wird die Vermehrung wirksam begrenzt und das Leid der Tiere reduziert. Zugleich verbessert sich die Stadthygiene deutlich.  

Ein solches Konzept ermöglicht einen strukturierten Umgang mit der Taubenpopulation, schützt Gebäude, entlastet den öffentlichen Raum und setzt auf Prävention statt auf Verdrängung. Die Entwicklung eines entsprechenden Taubenschutzkonzepts für Schwerin ist daher sinnvoll, notwendig und dient dem Tier- wie dem Gemeinwohl gleichermaßen.